Heimische Matte, große Emotionen: Luckenwalder Ringer kämpften um DM-Medaillen
Heimvorteil und große Erwartungen
Mit vier Athleten ging der 1. Luckenwalder SC bei der Deutschen Meisterschaft der U17 im griechisch-römischen Stil auf heimischer Matte an den Start. In der Fläminghalle vor den eigenen Fans zu ringen, ist für jeden Nachwuchssportler ein besonderes Erlebnis – Motivation und Druck zugleich.
Trainer Sebastian Möser hatte seine Sportler gezielt auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet. Die Vorbereitung verlief konzentriert, die Form stimmte, und auch die Zielsetzung war ehrgeizig: Zwei Medaillen sollten es werden, mit einem möglichen Titelgewinn liebäugelte das Team sogar.
Am Ende stand mit Francis Muoh ein Luckenwalder auf dem Podest. Luca Schmal verpasste eine Medaille nur knapp. Die Meisterschaft zeigte einmal mehr, wie eng die nationale Spitze beieinanderliegt – und wie wichtig es ist, im entscheidenden Moment die eigene Bestleistung abzurufen.
Luckenwalder Nachwuchs stellt sich der nationalen Spitze
Luca Schmal – Podest nur knapp verpasst
In der stark besetzten Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm mit 21 Teilnehmern zeigte Luca Schmal (Jahrgang 2009) vom RV Lübtheen ein starkes Turnier. Der Schüler des Luckenwalder OSZ, der aktuell die 11. Klasse besucht, überzeugte mit offensivem Ringen und starken Aktionen.
Sieben Kämpfe bestritt der Lübtheener – fünf davon gewann er souverän. Mit mutigen Angriffen und hohem Tempo begeisterte er die Zuschauer in der Fläminghalle.
Besonders bitter verlief das Halbfinale. Gegen seinen Gegner aus Stralsund, Jonathan Matzky fehlte am Ende nur ein Punkt zum Finaleinzug. Die knappe 7:6-Niederlage stoppte den Traum vom Endkampf.
Auch im Kampf um Bronze entschied eine Kleinigkeit. Nach einem 3:3 musste sich Luca aufgrund der letzten Wertung seinem Gegner Alexander Betz geschlagen geben. Platz vier blieb als Ergebnis – ein starkes Turnier, bei dem die Medaille zum Greifen nah war.
Arthur Kinas – Jüngster Starter sammelt wichtige Erfahrungen
In der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm stellte sich Arthur Kinas (Jahrgang 2011) der starken Konkurrenz. Mit 18 Teilnehmern war das Feld stark besetzt.
Der junge LSC-Ringer ging als Deutscher Vizemeister der B-Jugend aus dem vergangenen Jahr und zugleich als jüngster Starter dieser Klasse auf die Matte. Zwei Kämpfe bestritt er, musste sich jedoch in beiden Begegnungen geschlagen geben und belegte am Ende Platz 13.
Auch wenn das Ergebnis nicht seinen Erwartungen entsprach, nimmt Arthur wertvolle Erfahrungen aus diesem Turnier mit. Für ihn gilt nun: weiter hart trainieren, ringerisch wachsen und im kommenden Jahr erneut angreifen.
Alexander Grimm – Verletzung stoppt Hoffnungen früh
Für Alexander Grimm (Jahrgang 2009) verlief die Meisterschaft besonders unglücklich. In der Klasse bis 92 Kilogramm mit neun Teilnehmern startete der Luckenwalder motiviert in das Turnier.
Doch bereits im ersten Kampf zog er sich eine Verletzung zu, die ihm sichtbar zu schaffen machte. Ein weiterer Start war nicht mehr möglich, sodass Alexander das Turnier vorzeitig beenden musste.
Umso bitterer, da er sich im Vorfeld in guter Form präsentiert hatte und sein Können gerne auf heimischen Matte gezeigt hätte.
Francis Muoh – Starker Vizemeister mit hohen Ansprüchen
Die beste Platzierung für den 1. Luckenwalder SC holte Francis Muoh (Jahrgang 2009) in der Klasse bis 110 Kilogramm. In einem nordischen Turniersystem mit fünf Teilnehmern – jeder gegen jeden – entwickelte sich ein spannender Wettkampf.
Vier Kämpfe bestritt Francis und gewann drei davon überzeugend. Nur einmal musste er sich geschlagen geben – gegen Toralf Reich aus Frankfurt/Oder. Beim Stand von 2:2 entschied letztlich die letzte Wertung gegen den Luckenwalder. So blieb am Ende der Vizemeistertitel.
Ein großer Erfolg – doch Francis blieb selbstkritisch. Auch aus Trainersicht war an diesem Tag sogar noch mehr drin.
Blick nach vorn
Die Deutsche Meisterschaft in der heimischen Fläminghalle hat gezeigt, dass der Luckenwalder Nachwuchs mit der nationalen Spitze mithalten kann. Silber für Francis Muoh, ein hauchdünn verpasstes Podest für Luc Schmal und wertvolle Erfahrungen für die anderen Athleten – die Bilanz fällt insgesamt positiv aus.
Solche Turniere sind wichtige Schritte in der Entwicklung junger Sportler. Die Erfahrungen auf höchstem nationalen Niveau werden sie stärker machen. Beim nächsten großen Auftritt wollen die Luckenwalder wieder angreifen – und vielleicht dann ganz oben auf dem Podest stehen.
Siegerliste der Deutschen U17 Meisterschaft 2026




