Alischa Günther: Vom Meistertitel zum EM-Debüt
EM-Nominierung als Belohnung für harte Arbeit
Für Alischa Günther geht ein großer Traum in Erfüllung: Die junge und talentierte Sportlerin aus Luckenwalde steht vor einem ganz besonderen Moment in ihrer Karriere. Am 14. Mai wird sie bei den U17-Europameisterschaften im bulgarischen Samokov ihr Debüt auf internationaler Bühne geben. Vom 11. bis 17. Mai vertritt die Freistilringerin dort die deutschen Farben. Die Nominierung durch Bundestrainer Marc Wentzke ist der verdiente Lohn für jahrelangen Ehrgeiz, Disziplin und unzählige Stunden auf der Matte.
Einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung machte die 16-Jährige im vergangenen September mit dem Wechsel an die Sportschule in Frankfurt (Oder). Dort verbindet sie Leistungssport und Schule auf höchstem Niveau und arbeitet täglich an ihrem großen Ziel, sich international zu etablieren. Beim 1. Luckenwalder SC ist die Freude über die EM-Teilnahme riesig – erneut wird eine Athletin aus Luckenwalde auf europäischer Bühne vertreten sein.
Meisterschaft mit Comeback-Qualitäten
Den Grundstein für die EM-Nominierung legte Alischa Günther bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt (Oder). Doch der Weg zum Titel begann alles andere als perfekt. Gleich der erste Kampf ging verloren – ein Rückschlag, der die Titelverteidigung zunächst in weite Ferne rücken ließ.
Doch Alischa bewies eindrucksvoll, warum sie zu den stärksten Nachwuchsringerinnen Deutschlands gehört. Mit enormer Moral, unerschütterlichem Siegeswillen und großem Kampfgeist arbeitete sie sich zurück ins Turnier. Runde für Runde steigerte sich die Luckenwalderin und krönte ihre Aufholjagd am Ende mit der erfolgreichen Titelverteidigung. Deutsche Meisterin 2025 und 2026 – und jetzt Europameisterschaft: Die Erfolgsgeschichte der jungen Ringerin geht weiter.
„No Risk, no Story“ – Alischa lebt für den Ringsport
Schon mit fünf Jahren stand Alischa Günther erstmals auf der Ringermatte. Zum Ringen brachte sie ihr Vater, die ersten sportlichen Schritte machte sie unter Trainer Michael Kleinschmidt. Seitdem bestimmt der Ringsport ihr Leben. Bereits früh investierte die Luckenwalderin enorm viel in ihre sportliche Entwicklung: Von der 7. bis zur 10. Klasse besuchte sie die Sportspezialklasse der Friedrich-Ludwig-Jahn-Oberschule und trainierte dort bis zu siebenmal pro Woche unter Trainer Steven Müller.
Heute zählen ihre explosiven Beinangriffe und der Hüftwurf zu ihren größten Stärken. Ihr persönliches Motto beschreibt ihre Einstellung perfekt: „No Risk, no story“. Genau dieser Mut macht Alischa Günther aktuell zu einer der spannendsten Nachwuchsathletinnen im deutschen Frauenringen.




