Luckenwalde. Man kann es eine Rekordbeteiligung nennen: Der 1. Luckenwalder SC rief die Kadetten und viele kamen. Zum Brandenburg – Cup 2015 meldeten zunächst 180 Ringer der Altersklasse Kadetten, dass sind Ringer der Jahrgänge 1998 und 1999.Bereits am Vorabend der Turnierkämpfe war in den Kampfstätten der Bundesligaringer des 1. LSC ganz schön was los. An zwei Waagen ging es hoch her. Turnierleiter Michael Stärk musste dann weit nach 18.00 Uhr noch warten, weil die Russen aus dem Gebiet Kaliningrad nicht nach Deutschland durchkamen.
Am Samstag standen in den Turnierlisten 163 Ringer in den 10 Gewichtsklassen. Ganz unten, Klasse bis 42 kg kämpften 7 Ringer um den Sieg, ganz oben (100 kg) waren es sechs Athleten. Diese mussten dann in der gut durchwärmten Halle auch noch jeder gegen jeden antreten.
Mit 26 Athleten war die Klasse bis 63 kg zahlenmäßig am stärksten besetzt.
Mit den Nationalmannschaften Deutschlands, Polens, Litauens, Ungarns und Frankreichs standen wiederum technisch hervorragend ausgebildete Ringer auf den drei Matten der Fläminghalle. Im DRB – Team stand der deutsche A - Jugendmeister Alexander Biederstädt, der aus Lübtheen kommt und in Luckenwalde die 10. Klasse der Oberschule mit Sportbetonung besucht. Mit auf die Matte gingen die Sportschüler Marcel Krüger (100 kg), Marvin von Prondzinski (85 kg), Justus Wydmuch (63 kg), Til Hübner (69 kg), Sven Menzel (76 kg), Oliver Kock und Mick Schrauber (58 kg) und Friedrich Schröder (46 kg).
Pünktlich um 09.00 Uhr wurden am Samstag die ersten Kämpfe angepfiffen.
In der Mittagspause konnten die jungen Sportler, ihre Betreuer und viele Gäste das Können der Musikschüler von „Blechschaden“ bewundern.
Der LSC-Präsident Christian Buddeweg begrüßte die einmarschierten Sportler und ihre Betreuer und eröffnete offiziell die Wettkämpfe. Vor der Fortführung der Wettkämpfe gab die Bürgermeisterin, Frau Herzog -von der Heide ihrer Freude Ausdruck, dass ihre Stadt Luckenwalde wiederum ein guter Gastgeber für die Ringerjugend aus Europa ist.
Während der offiziellen Eröffnung wurde Dietmar Drogi und Heinrich Steinmeyer für ihr jahrelanges Wirken für den Ringkampfsport in Luckenwalde mit Ehrennadeln des DRB ausgezeichnet.
Im Verlaufe des Turniers fanden sich zahlreiche ehemalige Mattensportler in der Halle. So plauderte der ehemalige Bundestrainer Wolfgang Nitschke (2. der EM 1969) und Roland Gehrke (Weltmeister 1981) über die alten Zeiten.
Auf der Matte half selbst Olympiateilnehmer Nick Matuhin beim Saubermachen aus.
Zahlreiche spektakuläre Aktionen gab es auf der Matte. Die Franzosen lieferten viele Kabinettstückchen ab. Ihnen blieben auch die Mitglieder der DRB – Auswahl in nichts nach. Kämpferisch überzeugten alle Athleten. Hätte es den Titel „Bester Ringer“ gegeben, hätte ihn sich der Sieger der Klasse bis 63 kg, der Ukrainer Oleksander Vyshniak verdient.
Von den Luckenwaldern kämpfte sich Friedrich Schröder am weitesten nach vorne. Er unterlag dem Litauer Seliov, ging in die Hoffnungsrunde und erkämpfte sich Bronze. Alexander Biederstädt unterlag buchstäblich in letzter Sekunde dem späteren Turniersieger, dem Ungarn Patrik Szurovszki. Im Kampf um Bronze war er dann einfach alle.
Die Siegerehrungen wurde vom RVB – Präsidenten Danny Eichelbaum, dem LSC – Präsidenten Christian Buddeweg und von Frau Ursula Sinz vom Stadtsportbund durchgeführt.
Die Mannschaftswertung ging mit 81 Punkten an die DRB – Auswahl, vor Polen (80) und Frankreich (70) |